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Kartoffeln gebraten, püriert, frittiert

Wie lassen sich Kartoffelsorten miteinander kombinieren? Im Kaufhaus unseres Vertrauens erstehen wir unterschiedliche Kartoffelsorten bester Qualität, und legen noch Einiges zum Variieren in den Warenkorb.

Im Detail erstehen wir verschiedene Kartoffelsorten: eine Süßkartoffel, Trüffelkartoffeln, Vertreter einer festkochenden, sowie einer kleinen Sorte (z.B. La Ratte).
Zum Variieren packen wir Sellerie, Avocado, Limetten, ein Glas Senfgurken, Zitronengras, eine Packung geräucherten Lachs, Gemüsebrühe, sowie Wasabi und Saffron Jelly in den Einkaufswagen. Später werden noch Honig, Butter, Milch, Sahne, sowie verschiedene Pfeffer- und Salzsorten und Öl zum Einsatz kommen.

Das Konzept

Schon kurze Zeit später stehen wir in der Küche und nach kurzer Debatte beschließen wir, zunächst einen Grundstock an miteinander kombinierbaren Kartoffelmassen herzustellen: ein Püree von der Süßkartoffel, gekochte oder gebratene Kartoffelringe, in die man etwas füllen kann, sowie Kartoffeltaler, auf die sich etwas schichten lässt.

Süßkartoffelpüree
Für das Püree von der Süßkartoffel kochen wir eine kleingeschnittene Kartoffel samt Schale in Salzwasser. In dieses haben wir vorab 2 Stangen grob zerkleinertes und platt gedrücktes Zitronengras versenkt.
Nach der Kochzeit wird die Kartoffel mit etwas Brühe und einem guten Löffel Butter püriert und abgeschmeckt. Da wir mit der Qualität unserer Kartoffel Pech haben – sie ist nicht ausreichend süß – helfen wir mit Honig und Ahornsirup nach. Lecker, doch zunächst zur Seite damit.

Kartoffeln kochen
Die Trüffelkartoffeln kochen wir im Ganzen mit Schale gar. Ebenso die La Ratte und die andere festkochende Sorte. Die La Ratte stellen wir zur Seite und lassen sie abkühlen. Aus den anderen Kartoffeln beschließen wir Dreierlei herzustellen: Kartoffelringe und -enden zum Füllen, sowie getrocknete Kartoffeltaler.

Getrocknete Kartoffeltaler
Beginnen wir mit dem Trocknen der Taler. Die Kartoffeln in ca. ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Eine beschichtete Pfanne mit wenig Öl ausreiben und die Pfanne erhitzen, dann herunterschalten. Den Pfannenboden mit den Kartoffelscheiben belegen und diese nun ca. 20 bis 30 Minuten trocknen. Dabei immer wieder wenden.

Kartoffelenden aushöhlen
Währenddessen wenden wir uns den Ringen und Enden und stellen uns einer wahrhaft kniffligen Aufgabe: dem Aushöhlen der Kartoffel zwecks Füllen. Dabei gilt es große Vorsicht walten zu lassen, damit die Kartoffeln nicht auseinanderbrechen, oder die Schale beschädigt wird.
Während dieser Fleißarbeit beschließen wir beide Varianten später zu frittieren und stellen sie nach vollendeter Arbeit erst einmal beiseite.

Etwas Abwechslung muss her
Nun fehlt es noch an Dingen zum Variieren. Somit stellen wir als Ergänzung noch schnell ein Selleriepüree her, das wir mit Butter, Brühe, etwas Milch, Salz und einer großen Prise Muskat würzen.
Des Weiteren pürieren wir eine Hälfte der Avocado und verheiraten sie mit etwas Limette.

Die Verkostung kann beginnen
1. Wir schnappen uns einen ausgehöhlten Kartoffelpo und schubsen ihn ins heiße Fett. Nach nur kurzer Zeit herausnehmen und abtropfen. Wir pinseln die Kartoffel mit Saffron Jelly aus, hinein gelangt dann das Süßkartoffelpüree, danach eine Scheibe Avocado.
Wir sind wahnsinnig neugierig und probieren sofort. Voila. Dies wird ein spannender Abend.
2. Ein Kartoffelring wird frittiert, Selleriepüree will hinein, dazu eine Miniausgabe einer erkalteten La Ratte. Die Wertung: Merken als intelligente Sättigungsbeilage.
3. Unser Kombinationswille läuft heiß: Getrocknete Kartoffel, darauf Safron Jelly, Selleriepüree, etwas Senfgurke. Wow! Eine unerwartete Fährte tut sich auf: Könnte man nicht so etwas wie Kartoffel-Sushi herstellen? Wir entdecken noch einen Rest Wasabi im Kühlschrank und bringen den Lachs in Stellung.
4. Sushitest: Getrocknete Trüffelkartoffel, bestreichen mit einen Hauch Wasabi, darauf einen Klecks Süßkartoffel und ein bisschen Avocadopüree. Als Finale eine Scheibe Avodaco. Gelungen!
5. Noch einer: Wie vorher, als Finale krönt aber nun der Lachs die Variation. Das ist es: Kartoffelsushi. Die getrocknete Trüffelkartoffel bildet als Grundlage die deutschen Geschmäcker Kartoffel und Vollkornbrot ab. Wasabi und Lachs erinnern an Sushi. Avocado und Gurke verbinden beides mit der notwendigen Frische.

Wir variieren noch Allerlei hin und her und werden immer begeisterter. Aus Mangel an anderen Fischarten und anderen Beilagen müssen wir jedoch das Sushiexperiment irgendwann beenden und beschließen zum Abschluß noch einen kleinen Haken zu schlagen.
6. Eine erkaltete La Ratte wird geteilt und in lauwarmen Mohnöl versenkt. Interessant. Merken.

Experimentieren
1. Andere Varianten von Kartoffelsushi erstellen.
2. Die getrockneten Kartoffeln haben uns fasziniert, besonders die von der französischen Trüffelkartoffel. Wir könnten uns vorstellen, diese zu einem sehr festen Püree zu verarbeiten und zu versuchen, dieses zu trocknen.
2. Der Kontrast fester und weicher Bestandteile könnte verschärft werden, zum Beispiel indem ein Kartoffelespuma eingesetzt wird.
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Erstellt von > Alexander, > Steffen. Zuletzt geändert am 17.01.2010
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Das Aushöhlen der Kartoffelenden funktioniert gut mit einem Kugelausstecher.

Saffron Jelly bringt Süße als auch eine dezente Schärfe an die Kartoffel.

Kartoffelende mit Süßkartoffelfüllung, darauf Avocadopüree und Gurke

Getrocknete Trüffelkartoffel, Avocadopüree, Lachs, Gurke

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